Archiv der Kategorie: Gedichte

Eigene Gedichte

Schulz und Sühne

Sozialdemokraten und Grüne,
auf prekär demokratischer Bühne,
in dem Lustspiel vereint:
„Wir haben`s nur gut gemeint!“
Ungebrochen durch Schulz oder Sühne…

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Philosaufie

Stamp from the library of the  Hochschule für Philosophie München

In Vino Veritas
Philosaufien,
wird meine Anna nass.
Sie sind verschrien,

weil Philosaufen
die, was sie müssen
und das verkaufen,
was sie nicht wissen,

nur Namen trinken,
die sie erlösen
vor dem Versinken
im endlos Bösen.

Was alle saufen
und manche sehen,
kann man nicht kaufen
und nicht verstehen.

Man kann es seien,
vielleicht vergessen.
Es zu verzeihen
wär angemessen!

Das Luderjahr (2017)

Frohes neues Luderjahr

2017, 500 Jahre Einsamkeit:
95 Thesen. Anschlag in
an, auf, nach, zu.
Ein, zwei feste Burg,
95 Titel, 95 Temperamente.
Ab geht die Post,
faktisch bewegt sich
gar nichts mehr.
Kohle, Kohle, Kohle.
Widerstand ist Zweck,
Losverkäufer, Boxenluder, Formel Null:
Botschafterin Margot und
konkrete Visionen.
Für Nichts. Nihil, de Nada.
Zum Jahreswechselkurs
mit EKD statt EZB,
mit Bedford-Strohm
statt Bedford Blitz und Konstantin Opel.
Domplatte machen ohne
Barbies, Berber, Bosporus.
Keine Nafris,
keine Schwarzfüße.
Grün ist der Heide.
Die Heidi ist grün.

Lutherjahr 1937: Vierhundert-Jahr-Feier in Schönheide (Erzgebirge)
Lutherjahr 1937: Vierhundert-Jahr-Feier in Schönheide im Erzgebirge. Das gestickte Abzeichen „400-Jahrfeier Schönheide 1537-1937“ zeigt in der Mitte das Wappen des Dorfes mit einer Eiche und den gekreuzten Schlägel und Eisen. Links ist die Silhouette der Martin-Luther-Kirche und rechts die des Rathauses (vor der die Wappen-Eiche seit dem 17. Jahrhundert steht) abgebildet.

Auf ein Neues

Er ist vorbei, der große Rausch,
das Märchen von der Pfeffernuss.
Mit Donner und Geschenketausch
versankt das Jahr im Zuckerguss.

Man sattelte das Heimathuhn,
auch wenn’s mal wieder so nicht stimmt,
man musste wenigstens so tun
als läge alles Glück der Welt im Zimt.

Die heimelig vereiste Welt,
nun gibt sie frei, was übrig blieb:
Den Rest vom Fest vom Weihnachtsgeld,
den nackten Überlebenstrieb.

auf ein Neues

 

Genosse Weihnachtsmann

winke, winke Weihnachtsmann,
nun fängt es von vorne an:
wissen wie das „Wir“ entsteht,
hoffen, dass die Welt sich dreht.
Alle Jahre wieder
werden Menschen Brüder,
glauben, dass die Zeit vergeht.

Reihen, fest entschlossen,
finden so im Grunde
ihrer Herzen, die Genossen,
für die nächste Runde.
Die, wie sie vermuten,
ohne Haken, ohne Ösen
für die wirklich Guten
– und sie glauben wirklich dran –
anders sind, als all die Bösen
und der Bi-Ba-Butzemann.

Manuela spielt Weihnachtsmann