Archiv der Kategorie: Prosa

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Mein Name ist Hase

Verwechselt mich nicht: Ich bin ein wildes Tier. Meine außerordentliche Fruchtbarkeit ist legendär. Ebenso die Haken die ich schlage. Und auch wenn Ihr es nicht glaubt: Ich weiß alles von Euch.

L0076362 Illustration of Beelzebub, MS 1766

Das Kaninchen

Heute morgen sitzt ein Kaninchen im Baum. Ganz oben, in den dünnen Zweigen einer schlanken Birke. Die biegen sich zwar, scheinen sich aber mit der Last abzufinden, die plötzlich auf ihnen ruht. Zwei Ringeltauben (Columba palumbus) hocken auf Ästen gleich nebenan und gurren laut. Eine von ihnen widmet sich ihren Verbeugungen. Mein Name ist Hase weiterlesen

Der Jagdschein

Den braucht man im Revier. Fred hatte keinen. Und er war fest davon überzeugt, dass er niemals einen brauchen würde, weil ihm natürlicherweise keiner gewachsen war…

Wilhelm Hochgreve, Schriftsteller und Jäger (Jagdschein)
Jagdschein Wilhelm Hochgreve, Schriftsteller und Jäger

Strafen und heilen, Segen verteilen. Oben und unten, rechts und links. Was zu sagen wäre, was zu tun sei, was keiner hören wolle und was man besser keinem erzählte. Wenn man aber insofern Stellung bezöge, wäre das zu verstehen entgegen aller Regeln der Kunst gemeinsamen Lebens. Den Stengel rauf, runter, rauf, runter. Über Kunst, Brunst, Hintergründe, Absichtserklärungen, Hysterie. Mann fragt sich: „Kann ich das überhaupt? Habe ich genug getan?“ Müdigkeit, Verdrossenheit, das Gegenteil. Der Jagdschein weiterlesen

Amme Emsig

Meine Amme Emsig, eine dicke Frau, war einsam, ohne Verstand. Der Teufel ritt sie dreimal die Woche, war’s zufrieden und ohne zu stottern ging sie auf ihn zu. Er aber war blau vor Sehnsucht und so erkannte sie ihn nach kurzem Herzen. Der Engel des Herren schwebte über ihm in seinem Nachtgewand.

„Super!“ dachte ich, wenn wir so ewig weitermachen könnten. Freiburg war kalt wie alle Deutschen. Diesmal hatten sie sich jedoch verrechnet. Nicht mal mehr bis drei zählen konnten sie. Auch Furtwängler hielt sich gebückt. Noch war die Stunde nicht gekommen. Wie sollte er wissen, was sie von ihm erwarteten, oder hatte er sie nur getäuscht? Im Augenblick war ihm das leider nicht mehr so wichtig. In der Stille stellte sich kreischend kein Bein auf den richtigen Platz. Aber auch damit war jetzt endgültig Feieram’d. Sie sollte ihn lecken. Wollte sie auch, kam aber nicht dazu. „Eine Banane!“, dachte ich. Für ein Königreich, was sonst?

Ich fand den Schornsteinfeger auch nicht aufregender als seine Mutti. Neiin…! Wohin das führt? Hoffentlich zeigt er sich bald, der schläft und träumt und gern der Größte wär. In aller Frische, am Strand gebadet. Auf, nieder, auf nieder, auf nieder Jungs, schlappmachen!

Amme Emsig

Babysachen aus Pisa Für Louisa

Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied schna´sel

(vom 27.03.2016 | 13:28)